Panther: Der Neue feiert Heimdebüt

1,91 Meter groß, 88 Kilogramm schwer, ein breites Kreuz und schwarze Rastalocken auf dem Kopf – so sieht er aus, der Panther-Neuzugang Jordan Samuels-Thomas. Und so werden auch die Fans den bulligen Stürmer am heutigen Sonntag gegen Straubing (16.30 Uhr) auf dem Eis erleben. Für den 27-Jährigen wird es die Heimpremiere bei seinem neuen Klub. Unter der Woche war er von Mike Stewart vorgestellt worden. Der Panther-Coach reagierte damit auf die Ausfälle von Trevor Parkes (Handverletzung) sowie Michael Davies (Saison-Aus nach Knie-OP) und vergab die letzte Ausländerlizenz an den US-Boy. „Ich bin mir sicher, er wird uns in dieser entscheidenden Phase der Saison helfen. Außerdem war er schon in Europa und so konnten wir schnell handeln“, so Stewart.
Tatsächlich war Samuels-Thomas erst vor knapp einem Monat in die tschechische Extraliga zu Mlada Boleslav gewechselt. Jetzt also Augsburg: „Das ging alles ganz schnell. Ich habe das Angebot aus Augsburg erhalten und kurz danach war ich auch schon auf dem Weg hier her. Ich kannte schon einige Jungs aus meiner Zeit in der AHL. Mit denen habe ich mich kurzgeschlossen und mich über den Verein und die Stadt informiert.“, erzählt Samuels-Thomas. Noch wohnt er im Hotel und von der Stadt habe er bis auf das Curt Frenzel Stadion und die Maxstraße noch nicht viel gesehen. Dafür hat er bereits den ersten DEL-Einsatz hinter sich. Am Donnerstag waren die Panther in Schwenningen zu Gast. Es war ein echtes Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um die Pre-Playoffs, Willkommen im DEL-Alltag! Am Ende hieß es 1:3 (0:1, 0:1, 1:1) aus Augsburger Sicht – sein Debüt hat sich Samuels-Thomas anders vorgestellt: „Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber so ist Eishockey.“ Dabei war die Nummer 73 gegen die Wild Wings noch einer der auffälligsten Panther. Ein ums andere Mal setzte er seine Mitspieler gut in Szene oder zeigte selbst Zug zum Tor. Nichtsdestotrotz ging der Schwenninger Sieg in Ordnung, nicht zuletzt weil die Jungs von Coach Pat Cortina die effektivere Chancenverwertung an den Tag legten. „Wir haben einfach unsere Möglichkeiten nicht genutzt, wir haben uns gut nach vorne gearbeitet aber die Ausführung war nicht gut. Wir sind dann besser in die Partie gekommen, aber wenn ich nur ein Tor schieße, ist das zu wenig!“, zeigte sich Mike Stewart nach der Partie enttäuscht.
Und der Mann, der in den verbleibenden sechs Hauptrunden-Spielen für mehr Torgefahr sorgen soll? Der hat schon nach wenigen Tagen die typische Panther-Mentalität verinnerlicht: „Ich konzentriere mich jetzt voll auf das Spiel am Sonntag. Über die Niederlage gegen Schwenningen dürfen wir nicht mehr nachdenken, das ist vorbei!“ so Samuels-Thomas beim Abschlusstraining am Samstag. Im heimischen Stadion konnten die Panther zuletzt zwei furiose Siege verzeichnen. Nach dem 7:1 gegen Krefeld am vergangenen Sonntag und dem 4:1-Derbysieg gegen Tabellenführer München am Dienstag, soll nun der nächste Heimerfolg folgen. Straubing reist als Tabellenletzter in die Fuggerstadt. Für die Tigers ist die Saison eigentlich schon fast gelaufen, der Pre-Playoff-Platz 10 ist nur noch theoretisch erreichbar. Ein leichter Brocken wird es für die Panther dennoch nicht. In den bisherigen drei Aufeinandertreffen in dieser Saison, ging Stewarts Team nur einmal als Sieger vom Platz, zweimal konnte Straubing gewinnen. Eine Bilanz die es nun auszugleichen gilt…