Flitzer schaffen Verdruss

Verkehr E-Scooter haben Augsburg erreicht

 

Es ist eng auf unseren Straßen und Wegen. Wie eng, das merkt man dieser Tage, wo sich mit etwa 15 Kilo schweren Elektrorollern, den E-Scootern, ein neues Verkehrsmittel aufmacht, die Städte der Welt zu erobern. 100 Exemplare eines schwedischen Verleihers sind seit wenigen Wochen auch in Augsburg zu finden, neben einigen privaten Fahrzeugen. Täglich gibt es neue Beschwerden über die stillen Flitzer.Es ist eng auf unseren Straßen und Wegen. Wie eng, das merkt man dieser Tage, wo sich mit etwa 15 Kilo schweren Elektrorollern, den E-Scootern, ein neues Verkehrsmittel aufmacht, die Städte der Welt zu erobern. 100 Exemplare eines schwedischen Verleihers sind seit wenigen Wochen auch in Augsburg zu finden, neben einigen privaten Fahrzeugen. Täglich gibt es neue Beschwerden über die stillen Flitzer.

Als da ist die Augsburger Polizei, die sich um die neuen Fahrzeuge und ihre Lenker zu kümmern hat. Vor allem eines sei zu bedenken, so Polizeisprecher Michael Jakob: „Laut Gesetzgeber handelt es sich bei den Rollern um Kraftfahrzeuge. Also gelten viele Regeln, die für Autos oder Motorräder gelten, auch für die Roller“.

In erster Linie sind es alkohol- und Drogendelikte, welche die Polizei bei Kontrollen der Rollerfahrer feststellt. Dank ihrer Gleichstellung mit Autos (in diesem Punkt) gelten dieselben Grenzwerte. Und da finden sich nahezu täglich Ahnungs- oder Gedankenlose, die sich Strafanzeigen einhandeln. Nicht gleichgestellt sind die Roller Autos oder Motorrädern in anderen Rechten. Sie müssen auf Radwegen fahren, erst wenn es solche nicht gibt, dürfen sie auch auf die Straße. Gehwege sind tabu, auch Fußgängerzonen (selbst wenn Radler hier fahren dürfen!), soweit diese nicht durch eine besondere Beschilderung freigegeben wären.Noch kaum auffällig geworden seien die E-Scooter bei der Polizei durch Unfälle. Deren zwei habe die Polizei zu bearbeiten gehabt, beide aus dem Augsburger Stadtgebiet, dabei habe es lediglich leichtere Blessuren gegeben. Was der Polizei im Zusammenhang mit den Rollern ein wichtiges Anliegen ist: „Wir bitten alle Benutzer, die Fahrzeuge möglichst so abzustellen, dass sie niemanden stören. Gerade um Senioren, Sehbehinderte oder Eltern mit Kinderwagen macht sich die Polizei Sorgen, wenn die Roller kreuz und quer auf dem Gehweg platziert würden oder gar herumlägen. Aktuell weist die Stadt Augsburg auf mögliche Roller-Schwärme bezüglich des Plärrers hin.

Auf dem Festplatz sind die Flitzer per Satzung – wie alle anderen Fahrzeuge auch – verboten. Beim städtischen Verkehrsüberwachungs- und Ordnungsdienst werden vermehrt Beschwerden von Anwohnern und Geschäftsinhabern über abgestellte E-Scooter vorgebracht, da diese teils achtlos vor, sowie in Zufahrts- und Zugangsbereichen abgestellt würden. Vereinzelt beziehen sich die Beschwerden auch auf die Verengung von Gehwegen durch die abgestellten E-Scooter. Darüber hinaus stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsüberwachungs- und Ordnungsdienstes immer wieder fest, dass Gehwege und die Fußgängerzone verbotswidrig befahren werden. In diesem Zusammenhang werden deshalb entsprechende Kontrollen durchgeführt, so der Verkehrsüberwachungs- und Ordnungsdienst.

Roller 1

 

Text: Michael Siegel
Bilder: Michael Siegel & Dennis Amedovski